BOMAG

Case Study

Ganzheitliches Sales & Operations Planning

Erfahren Sie, wie die BOMAG mit einer integrierten Sales‑ & Operations‑Planning‑Lösung seine globale Supply Chain transformiert hat: automatisierte SAP‑Datenanbindung, transparente Prognosen, präzise Kapazitätsplanung und bis zu 50 % geringere Lagerbestände. Die Case Study zeigt, wie das Unternehmen durch moderne, datengetriebene Planung seine Prozesse spürbar optimiert und sich leistungsstärker für die Zukunft aufstellt.

Das Unternehmen: BOMAG

BOMAG ist ein globaler Hersteller von Baumaschinen und Technologiepartner für den Straßen- und Erdbau mit Hauptsitz in Boppard. Neben dem Schwerpunkt auf Erd- und Asphaltwalzen, Fräsen- und Straßenfertiger sowie handgeführte Verdichtungstechnik bietet das Unternehmen ein komplettes Portfolio an Stabilisierern bzw. Recyclern und Maschinen für die Müllverdichtung an.

Durch seine Maschinen und Digitalisierungslösungen ermöglicht das Unternehmen einen effizienten und verantwortungsvollen Ausbau von Straßen- und Verkehrsinfrastrukturen. 1957 als „Bopparder Maschinenbau-Gesellschaft mbH“ gegründet, verfügt das Unternehmen heute über sechs Niederlassungen in Deutschland und ist mit 12 eigenständigen Tochtergesellschaften global tätig.

Mit seinen 2.500 Beschäftigten weltweit und einem Vertrieb- und Servicenetzwerk aus über 500 Händlern in 120 Ländern bietet das Unternehmen seinen Kunden vor Ort einen kompetenten und reaktionsschnellen Service. BOMAG ist Teil der französischen FAYAT Gruppe.

Die Fakten auf einen Blick:

Branche:
Maschinenbau
Hauptsitz:
Boppard
Standorte:
5 Produktionsstandorte, 11 Auslandsgesellschaften und > 500 Händler und Vertriebsnetze in etwa 150 Ländern
Mitarbeiter:
> 2.500 Mitarbeitende weltweit
Software:
Board
Vorteile & Nutzen:

✓ Automatisierte Datenanbindung an SAP
✓ Ganzheitliche Transparenz entlang der globalen Supply Chain 
✓ Effizientere  Abstimmungsprozesse 
✓ Präzisere Bedarfssteuerung 
✓ 50 % geringere Lagerbestände

Die Herausforderung: Bedarfsgerechte Planung

Als international agierendes Unternehmen mit einem breiten Angebotsspektrum spielt die richtige Balance zwischen Produktion und Nachfrage bei BOMAG eine große Rolle. Saisonale Bedarfskurven, Materiallieferungen und Produktion müssen exakt aufeinander abgestimmt werden, um die Kundenbedürfnisse on-time erfüllen zu können.

„Unsere bestehenden Planungsprozesse stießen angesichts der komplexen Strukturen zunehmend an ihre Grenzen“, erinnert sich Martin Kranz, Manager MRP Planning bei BOMAG. „Dadurch wurden teilweise Maschinen produziert, die kurzfristig gar nicht abgesetzt werden konnten.“ Die Folge war ein kontinuierlicher Aufbau von Lagerbeständen – mit entsprechend hohem Kapitalbindungseffekt. Ziel von BOMAG war es daher, Vertrieb und Produktion enger aufeinander abzustimmen und eine belastbare Grundlage für ein integriertes Sales & Operations Planning (S&OP) zu schaffen.

Besonders anspruchsvoll war dabei die organisatorische Struktur des Unternehmens. BOMAG agiert innerhalb einer globalen Wertschöpfungskette, die durch verschiedene Vertriebskanäle, regionale Besonderheiten und internationale Produktionsstandorte geprägt ist:

- Das Vertriebsnetz umfasst über 500 Händler in 120 Ländern sowie eigene Lagerstandorte. Die Nachfrage ist regional unterschiedlich und unterliegt teils starken saisonalen Schwankungen.
- Die Produktion erfolgt an mehreren Standorten in Europa, China, Indien und den USA. Jeder Standort verfügt über eigene Lager und kann gleichzeitig als eigenständige Vertriebseinheit agieren.
- Das Produktportfolio ist breit gefächert: Mit über 250 Maschinentypen und zusätzlich einer Vielzahl optionaler Ausstattungen ergibt sich eine hohe Variantenvielfalt. Die verschiedenen Produktlinien folgen dazu jeweils einer eigenen Planungslogik. Hinzukommen länderspezifische Anforderungen sowie regelmäßige technische Weiterentwicklungen.

Diese Rahmenbedingungen führten zu einer hohen Komplexität im Planungsprozess. BOMAG war daher auf der Suche nach einer systemgestützten, integrierten Planungslösung, die sowohl die regionale Nachfrage als auch produktionsspezifische Kapazitäten berücksichtigt – und dabei die unterschiedlichen Anforderungen der internationalen Organisation zuverlässig abbildet. Die Planungslösung sollte dabei auf dem bestehenden ERP-System SAP aufbauen, um eine nahtlose Integration in die unternehmensweiten Prozesse zu ermöglichen.

Die Lösung: Ganzheitliche S&OP-Planung

BOMAG entschied sich daher für die Einführung einer integrierten Sales- & Operations-Planung (S&OP) auf Basis der Planungsplattform Board.
„Neben den technologischen Aspekten war uns besonders ein durchdachtes Prozessdesign wichtig“, erklärt Martin Kranz die Anforderungen an das Projekt. Auf der Suche nach einem erfahrenen Partner, der sowohl methodische als auch technologische Expertise vereint, fiel die Wahl auf celver. Ausschlaggebend war der ganzheitliche Ansatz: „Bei celver bekommen wir alle Leistungen aus einer Hand – von der ersten Konzeption über die Implementierung bis hin zum Support-Vertrag.“

Unternehmensspezifischer S&OP-Prozess

Zunächst wurden die bestehenden Prozesse analysiert, die konkreten Anforderungen an die Kennzahlen erarbeitet und ein auf BOMAG zugeschnittener optimierter Planungsprozess entwickelt. Der neue Prozess verbindet vertriebsseitige Absatzprognosen mit kapazitätsorientierter Produktionsplanung und schafft eine transparente Grundlage für die unternehmensweite Abstimmung.

Die S&OP-Planung basiert dazu auf den drei Säulen “Sales & Demand Planning”, “Operations Planning” sowie “Alignment & Decision Making”:

End-to-End Planungsapplikation in Rekordzeit

Für eine schnelle Umsetzung des entworfenen Planungsprozesses wurde auf Basis des S&OP Templates von celver die Applikation BOSS (BOMAG Operations & Sales System) in Board entwickelt.

Die Anwendung bietet eine übersichtliche, rollenbasierte Benutzeroberfläche mit klarer modularer Struktur und unterstützt eine durchgängige, integrierte Planung entlang des gesamten S&OP-Prozesses.

Zentrale Funktionalitäten und Module im Überblick:

- Automatisierte Datenanbindung an SAP:
Die direkte Integration ermöglicht den nahtlosen Zugriff auf relevante Informationen aus dem ERP-System. Dadurch werden alle Planungsbereiche mit konsistenten und aktuellen Daten versorgt – das reduziert manuelle Aufwände, erhöht die Datenqualität und schafft eine verlässliche Grundlage für fundierte Entscheidungen.
- Transparenz über alle Ebenen:
Das Modul Workflow Status gibt einen Überblick über den Bearbeitungsstand in den Planungszyklen. Dies erhöht die Prozesssicherheit und stellt die zeitgerechte Durchführung aller Schritte sicher.
- Sales Forecasting & Validierung:
Module wie SFC R12 und die Sales Validation Dashboards dienen der Erstellung, Analyse und Überprüfung von Absatzprognosen. Sie unterstützen regionale Forecasts ebenso wie Jahresplanungen und rollierende Szenarien. Über Net Demand per Sales Organization wird der Absatzbedarf auf Organisationsebene verdichtet dargestellt.
- Produktionsplanung & Kapazitätssteuerung:
Die Produktionsplanung erfolgt mithilfe spezialisierter Module wie Production Planning & Simulation, Net Demand at Production Plant und Capacity Demand/Supply. Diese Module ermöglichen eine präzise Planung und Prüfung der Umsetzbarkeit. Ergänzend dazu unterstützen Funktionen wie Target Stock Level und Min. Stock Level at Production Plant eine bestandsorientierte und effiziente Programmplanung. Hierbei können nun auch verschiedene Szenarien berücksichtigt werden. Diese Szenarien lassen sich bis auf die unterste Ebene in SAP simulieren und in die Abstimmungsprozesse einbinden.
- Validierung & Stammdatenpflege:
Unter Data Validation finden sich Module zur Prüfung zentraler Planungsdaten – z.B. Artikelnummern, Kundenstammdaten, Bestände und offene Aufträge. Diese Prüfungen sichern die Datenqualität im laufenden Prozess.
- Einstellbare Parameter & Anpassungen:
Planungsrelevante Einstellungen wie Capacity Parameters oder Price Calculation können direkt über die Oberfläche gepflegt werden.

Zusammenarbeit und Erweiterbarkeit

“Den kompletten S&OP-Prozess als Team zu betrachten hat uns als Unternehmen wieder stärker zusammengebracht“, beschreibt Martin Kranz die organisatorischen Auswirkungen des Projekts. Denn die Applikation bildet nicht nur den fachlichen Prozess ab, sondern fördert auch die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen und Regionen. Rollenspezifische Zugriffskonzepte, strukturierte Workflows und Kommentarfunktionen sorgen für Konsistenz und Nachvollziehbarkeit.

Gleichzeitig bleibt das System offen für zukünftige Erweiterungen. Schon jetzt zeigt sich im operativen Einsatz, wie die Arbeit mit der S&OP-Planungslösung neue Ideen und weiteres Potenzial hervorbringt. Ein möglicher Ausblick ist die Integration einer mathematischen Bewertung von Szenarien, um eine noch stärker KPI-gesteuerte Planung zu ermöglichen.

Mit BOSS wurde bei BOMAG ein digitales Fundament geschaffen, das Planung, Daten und Entscheidung miteinander verbindet – effizient, transparent und skalierbar.

Der Nutzen: Klare Sicht auf die Supply Chain

Mit der Einführung des neuen S&OP-Prozesses und der Planungsapplikation BOSS auf Basis von Board hat BOMAG einen weiteren wesentlichen Schritt in Richtung integrierte, vorausschauende Steuerung seiner weltweiten Wertschöpfungskettegemacht. Die vorherigen Planungsansätze in Vertrieb und Produktion wurden durch eine durchgängige, abgestimmte Methodik ersetzt, die auf konsolidierten Daten, standardisierten Abläufen und klaren Verantwortlichkeiten basiert.

Ein zentraler Erfolgsfaktor dabei ist die automatisierte Datenanbindung an SAP: Die direkte Integration ermöglicht den nahtlosen Zugriff auf relevante Informationen aus dem ERP-System. Dadurch werden alle Planungsbereiche mit konsistenten und aktuellen Daten versorgt. Das reduziert manuelle Aufwände, erhöht die Datenqualität und schafft eine verlässliche Grundlage für fundierte Entscheidungen.

„Durch die Verbindung von Absatzprognosen, Kapazitätsplanung und Materialverfügbarkeit können wir Planungsentscheidungen heute auf einer deutlich fundierteren Basis treffen“, erklärt Martin Kranz. Produktionsmengen lassen sich gezielter auf die reale Marktnachfrage abstimmen, Überproduktion und Lageraufbau wurden spürbar reduziert. Gleichzeitig ermöglicht die Applikation eine klare Sicht auf Engpässe, Auslastung, Bestände und Forecast-Entwicklungen – sowohl operativ als auch strategisch.

Ein integraler Bestandteil der Lösung sind umfassende Szenario- und Simulationsfunktionen, mit denen alternative Planungsansätze bewertet und deren Auswirkungen auf Kapazitäten, Lieferfähigkeit und Bestände frühzeitig erkannt werden können. So wird die Entscheidungsqualität im S&OP-Prozess spürbar erhöht.

Mit der technischen Umsetzung auf Basis von Board wurde eine skalierbare Plattform geschaffen, die bereits heute einen hohen Reifegrad in der integrierten Planung ermöglicht und zugleich offen bleibt für eine noch tiefere Integration in angrenzende Prozesse wie zum Beispiel die Finanzplanung. BOMAG verfügt damit über ein digitales Fundament, das die Planungsqualität nachhaltig verbessert und die organisatorische Zusammenarbeit auf ein neues Niveau hebt.

Anführungszeichen
Martin Kranz
Manager MRP Planning
BOMAG
In weniger als einem halben Jahr ist es uns gelungen, mit celver unseren globalen S&OP-Prozess auf Basis des celver S&OP-Templates in Board abzubilden. Seitdem haben wir nicht nur mehr Transparenz in unserem Forecast, sondern können auch verschiedene Produktionsszenarien simulieren. Insbesondere der schnelle Aufbau automatisierter SAP-Schnittstellen war für den Erfolg des Projekts entscheidend.

Ihr Ansprechpartner

Ansprechpartner Case Study celver
Janek Kapahnke
Head of Business Unit Supply Chain Management
celver AG

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